Der Kinderwunsch bringt oft eine ganz neue Sprache mit sich. Von Eisprung und Einnistung bis zu Abkürzungen wie OPK, IVF und AMH – Gespräche rund um das Thema Fruchtbarkeit stecken voller unbekannter Begriffe, und es ist leicht, nachts bei einer Google-Suche zu landen, nur um den eigenen Körper zu verstehen.
Dieses Glossar erklärt echte Kinderwunsch- und Fruchtbarkeitsbegriffe in klarer, verständlicher Sprache – von A bis Z sortiert, damit du direkt zum gesuchten Begriff springen kannst. Für ausführlichere klinische Definitionen über diesen Rahmen hinaus führt das Informationsportal familienplanung.de sein eigenes offizielles Lexikon von A bis Z.
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Video: Fruchtbarkeitsbegriffe erklärt
Hörst du es lieber erklärt, statt es zu lesen? Diese kurzen Videos von echten Fruchtbarkeitsspezialist:innen behandeln zehn der Begriffe, nach denen am häufigsten gefragt wird, wisch einfach durch jede Reihe, um sie alle zu sehen.
Die Grundlagen
AMH, erklärt
IUI vs. IVF, erklärt
Die zwei Wochen Wartezeit („Hibbeln"), erklärt (auf Englisch)
PCOS/PMOS, erklärt (auf Englisch)
ICSI vs. IVF, erklärt (auf Englisch)
Weitere Begriffe erklärt (auf Englisch)
Ovulationstests (OPK), erklärt (auf Englisch)
Spermiogramm, erklärt (auf Englisch)
Zervixschleim, erklärt (auf Englisch)
Einnistungsblutung, erklärt (auf Englisch)
Der HSG-Test, erklärt (auf Englisch)
A
- Künstliche Insemination (AI)
- Spermien werden ohne Geschlechtsverkehr zur Eizelle gebracht, oft zu Hause oder in einer Klinik.
- Amenorrhoe
- Wenn die Periode für 3 Monate oder länger ausbleibt, obwohl sie vorher regelmäßig kam.
- AMH (Anti-Müller-Hormon)
- Ein Hormon, das Rückschlüsse auf deine Eizellreserve zulässt und zu jedem Zeitpunkt deines Zyklus getestet werden kann. Es zeigt, wie viele Eizellen vermutlich noch vorhanden sind, sagt aber nichts über ihre Qualität aus. Mehr dazu im Lexikon-Eintrag zum Anti-Müller-Hormon von familienplanung.de.
- Androgen
- Ein Fortpflanzungshormon, das bei allen Geschlechtern vorkommt.
- Anovulation
- Ein Zyklus, in dem keine Eizelle freigesetzt wird.
- Artifizielle zervikale Insemination (ACI)
- Spermien werden nah am Muttermund platziert, um die Befruchtung zu unterstützen.
- Anonymer Spender
- Ein Samenspender, dessen Identität gegenüber der empfangenden Person zunächst privat bleibt. In Deutschland kann eine durch Samenspende gezeugte Person ab ihrem 16. Geburtstag selbst Auskunft über die Identität ihres Spenders beim Samenspenderregister verlangen.
- Verlaufs-Tracking
- Zyklussignale und Testergebnisse im Blick behalten, um über die Zeit Muster zu erkennen.
B
- Basaltemperatur (BBT)
- Deine Ruhetemperatur, täglich gemessen, um den Eisprung im Nachhinein zu erkennen.
- Beta-hCG
- Ein Bluttest, der das Schwangerschaftshormon hCG bestätigt oder seinen Verlauf überwacht.
- Beidseitiger Eileiterverschluss
- Beide Eileiter sind verschlossen, was eine natürliche Empfängnis verhindert.
- Elternschaftsbeschluss
- Ein rechtliches Dokument, das die Elternschaft nach einer Samenspende bestätigt.
- BFP/BFN
- TTC-Slang (aus dem Englischen) für „Big Fat Positive" bzw. „Big Fat Negative" – die Kurzform der Community für ein positives oder negatives Testergebnis. Diese Begriffe stammen aus dem englischsprachigen Raum, werden aber auch in deutschen Kinderwunsch-Foren häufig verwendet.
- Blastozyste
- Ein 5 bis 6 Tage alter Embryo, der bereit zur Einnistung ist.
C
- Zervixschleim
- Fruchtbares Sekret aus deinem Gebärmutterhals, das sich in Konsistenz und Menge über deinen Zyklus verändert.
- Muttermundstellung
- Position und Beschaffenheit deines Muttermunds, die sich während deines fruchtbaren Fensters verändern.
- Clomifen
- Ein Fruchtbarkeitsmedikament, das den Eisprung auslösen hilft.
- Befruchtung
- Der Moment, in dem Spermium und Eizelle aufeinandertreffen.
- Konzeptionskäppchen
- Ein weiches Döschen, das Spermien nach der Insemination nah am Muttermund hält.
- Biochemische Schwangerschaft
- Ein sehr früher Schwangerschaftsverlust, kurz nach der Einnistung, oft bevor er auf einem Ultraschall sichtbar wäre.
- Kryokonservierung
- Das Einfrieren von Spermien, Eizellen oder Embryonen für eine spätere Verwendung. Wenn du das speziell für Spermien abwägst, geht unser Leitfaden zum Einfrieren von Spermien in Großbritannien auf den tatsächlichen Ablauf und die Kosten ein.
D
- Spendervereinbarung
- Ein rechtliches Dokument zwischen Spender und empfangender Person, das Erwartungen festhält und in Deutschland neben den gesetzlichen Regelungen des Samenspenderregistergesetzes steht.
- Samenspenderregister
- Eine Datenbank, die Spenderprofile und genetische Informationen speichert.
- Spenderspermien
- Spermien, die von einem Spender statt von einem Partner stammen.
- Voraussichtlicher Geburtstermin
- Dein voraussichtlicher Geburtstermin, meist berechnet als 40 Wochen ab dem ersten Tag deiner letzten Periode.
- DHEA
- Ein Hormonpräparat, das manchmal zur Unterstützung der Eizellqualität eingesetzt wird.
- Doppelinsemination
- Zwei Inseminationen kurz hintereinander innerhalb eines Zyklus.
E
- Endometrium
- Die Gebärmutterschleimhaut, die sich jeden Zyklus für eine mögliche Einnistung aufbaut.
- Estrogen
- Ein Hormon, das den Eisprung unterstützt und den Menstruationszyklus reguliert. Im Deutschen einfach Östrogen genannt.
- Erhöhte Liegeposition
- Nach der Insemination mit erhöhtem Becken liegen bleiben. Ob das wirklich hilft, wird kontrovers diskutiert – unser Leitfaden dazu, ob Liegenbleiben nach dem Sex die Empfängnis unterstützt, geht durch, was die Studienlage tatsächlich sagt.
- Eizellreserve
- Die Anzahl der Eizellen, die noch in deinen Eierstöcken vorhanden sind.
- Eizellentnahme
- Die Entnahme von Eizellen aus den Eierstöcken, meist im Rahmen einer IVF.
- Eizellspende (geteilter Zyklus)
- Das Spenden von Eizellen an eine andere Person, oft im Rahmen eines geteilten IVF-Zyklus.
- Embryo
- Eine befruchtete Eizelle, die begonnen hat, sich zu teilen.
- Embryotransfer
- Das Einsetzen des Embryos in die Gebärmutter.
F
- Eileiter
- Die Eileiter verbinden Eierstöcke und Gebärmutter – hier findet in der Regel die Befruchtung statt.
- Symptothermale Methode (FAM)
- Das Beobachten von Zyklussignalen wie Temperatur und Zervixschleim, um fruchtbare Tage zu bestimmen.
- Fruchtbares Fenster
- Die Tage, an denen eine Empfängnis am wahrscheinlichsten ist – in der Regel die 5 bis 6 Tage bis einschließlich des Eisprungtags.
- Follikel
- Ein Bläschen im Eierstock, das eine heranreifende Eizelle enthält.
- FSH
- Follikelstimulierendes Hormon, das Eizellen beim Heranreifen unterstützt.
- Frische Spermien
- Spermien, die kurz nach der Gewinnung verwendet werden, statt eingefroren zu werden. Mehr dazu, wie lange Spermien überlebensfähig bleiben, und was das für das Timing bedeutet.
G
- Gameten
- Fortpflanzungszellen, also Spermien oder Eizellen.
- Gestation
- Die Dauer einer Schwangerschaft, in der Regel etwa 40 Wochen.
- Genetisches Screening
- Die Untersuchung von Spermien oder Embryonen auf vererbbare Erkrankungen.
- GnRH
- Gonadotropin-Releasing-Hormon, das die Hormonkaskade auslöst, die zum Eisprung führt.
- Gynäkologin/Gynäkologe
- Eine Ärztin oder ein Arzt mit Spezialisierung auf reproduktive Gesundheit.
- Gonal-F
- Ein Medikament, das die Eierstöcke zur Eizellproduktion anregt und häufig bei IVF eingesetzt wird.
H
- hCG
- Humanes Choriongonadotropin, das Hormon, das Schwangerschaftstests nachweisen. Wenn du wissen willst, ab wann es tatsächlich nachweisbar ist, schau in unseren Leitfaden dazu, wann du nach dem Eisprung frühestens einen Schwangerschaftstest machen solltest.
- Heiminsemination
- Das Inseminieren mit Spenderspermien und einer Spritze zu Hause statt in einer Klinik.
- HSG
- Hysterosalpingografie, eine Röntgenuntersuchung, die die Eileiter auf Verschlüsse überprüft. Mehr dazu im Lexikon-Eintrag zur Hysterosalpingografie (HSG) von familienplanung.de.
- Hormonpanel
- Ein Bluttest, der mehrere zentrale Fruchtbarkeitshormone gemeinsam überprüft.
- Hypothalamus
- Eine Hirnregion, die Fortpflanzungshormone reguliert.
I
- ICSI
- Intrazytoplasmatische Spermieninjektion, ein Laborverfahren, bei dem ein einzelnes Spermium direkt in eine Eizelle injiziert wird.
- Einnistung
- Wenn sich eine befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut festsetzt.
- Einnistungsblutung
- Leichte Schmierblutung, die um die Zeit der Einnistung herum auftreten kann. Manche verwechseln sie mit einer verfrühten Periode – unser vollständiger Leitfaden zu Einnistungsblutungen, Timing und was normal ist erklärt, was dich erwartet.
- Inseminationsset
- Das Zubehör, das für die Heiminsemination verwendet wird.
- Inseminationsspritze
- Eine Spritze, die speziell dafür entwickelt wurde, Spermien nah am Muttermund zu platzieren.
- ICI
- Intrazervikale Insemination, bei der Spermien am Muttermund statt in der Gebärmutter platziert werden.
- IUI
- Intrauterine Insemination, bei der Spermien direkt in die Gebärmutter eingebracht werden, meist in einer Klinik. Mehr dazu, was das und die Heiminsemination in Großbritannien tatsächlich kosten, in unserem Leitfaden zu echten UK-Preisen für Inseminationen.
- IVF
- In-vitro-Fertilisation: Eizellen werden im Labor mit Spermien befruchtet, der entstandene Embryo wird anschließend in die Gebärmutter übertragen. Mehr zum tatsächlichen Ablauf findest du im Lexikon-Eintrag zur In-vitro-Fertilisation von familienplanung.de.
J
- Journey (Kinderwunsch-Weg)
- Dein Weg zur Elternschaft. Emotional, körperlich, ganz individuell – und wertvoll, in welcher Form auch immer er verläuft.
K
- Bekannter Spender
- Ein Spender, dessen Identität der empfangenden Person von Anfang an bekannt ist, statt über ein anonymes Spenderprogramm einer Klinik.
L
- Austritt (Leakage)
- Flüssigkeit, die nach der Insemination austritt. Völlig normal und zu erwarten – kein Zeichen dafür, dass etwas schiefgelaufen ist. Warum das so ist, erklären wir in Spermienaustritt nach der Insemination: ist das normal?
- Letrozol
- Ein Medikament, das den Eisprung stimuliert und manchmal als Alternative zu Clomifen eingesetzt wird.
- LH
- Luteinisierendes Hormon – sein Anstieg signalisiert deinem Körper, dass der Eisprung bevorsteht.
- Gelbkörperphase (Lutealphase)
- Die zweite Zyklushälfte, nach dem Eisprung und vor deiner nächsten Periode.
- Familiengründung für LGBTQ+
- Fruchtbarkeitsoptionen und Wege zur Elternschaft, die speziell für LGBTQ+-Personen und -Paare gestaltet sind.
M
- Menstruationszyklus
- Der vollständige monatliche Hormonzyklus – von der Periode über den Eisprung bis zur nächsten Periode.
- Fehlgeburt
- Schwangerschaftsverlust vor der 20. Woche.
- Überwachter Zyklus
- Ein Behandlungszyklus mit regelmäßigen Ultraschalluntersuchungen und Blutuntersuchungen zur Verlaufskontrolle.
- Motilität
- Wie gut Spermien schwimmen – einer der zentralen Werte in einem Spermiogramm.
- Morphologie
- Form und Struktur der Spermien, ebenfalls Teil eines Spermiogramms.
N
- Nicht-anonymer Spender
- Ein Spender, der sich mit einem späteren Kontakt zu durch Spende gezeugten Kindern einverstanden erklären kann.
- Natürlicher Zyklus
- Ein unmedikamentierter Zyklus ohne eisprungauslösende Medikamente.
- Keine Spermien nachweisbar (Azoospermie)
- Ein Zustand, bei dem in einer Samenprobe keine Spermien nachweisbar sind.
O
- Ovarialreserve
- Eine Schätzung, wie viele Eizellen vermutlich noch in deinen Eierstöcken vorhanden sind.
- Eisprung
- Die Freisetzung einer reifen Eizelle aus dem Eierstock. Wenn du versuchst, schwanger zu werden, ist das Verstehen des Eisprung-Timings wirklich der wichtigste Hebel, den du lernen kannst – unser Leitfaden zum besten Zeitpunkt, um schwanger zu werden, erklärt, wie du dein fruchtbares Fenster bestimmst.
- Eisprungschmerz
- Ziehen oder Krämpfe rund um den Zeitpunkt des Eisprungs, auch Mittelschmerz genannt.
- OPK
- Ovulationstest, der den LH-Anstieg erkennt und den Eisprung 24 bis 36 Stunden im Voraus vorhersagt.
- Oestrogen
- Ein Hormon, das eine zentrale Rolle im Menstruationszyklus und beim Eisprung spielt – im britischen Englisch die Schreibweise von „Estrogen" (siehe oben), auf Deutsch schlicht Östrogen.
P
- PCOS
- Polyzystisches Ovarialsyndrom – eine Hormonstörung, die den Eisprung beeinträchtigen kann und zu den häufigsten Ursachen unregelmäßiger Zyklen zählt. In Deutschland wird die Erkrankung inzwischen offiziell als PMOS (Polyendokrines Metabolisches Ovarialsyndrom) bezeichnet. Mehr im Lexikon-Eintrag zum PMOS (ehemals PCOS) von familienplanung.de.
- PMOS
- Der neue Name für PCOS (Polyendokrines Metabolisches Ovarialsyndrom), seit Mai 2026 international eingeführt. Gleiche Erkrankung, gleiche Diagnosekriterien – siehe den PCOS-Eintrag oben.
- Versorgung nach der Insemination
- Alles, was du nach der Insemination tust, um die Befruchtung zu unterstützen – vom Ausruhen bis zum richtigen Timing von Folgetests.
- Post-Ovulation
- Die Gelbkörperphase – der Teil deines Zyklus nach der Freisetzung der Eizelle.
- Pre-Seed
- Ein spermienfreundliches Gleitmittel, das die Beweglichkeit der Spermien nicht beeinträchtigt.
- Progesteron
- Das Hormon, das die frühe Schwangerschaft nach dem Eisprung unterstützt.
- Schwangerschaftstest
- Weist hCG in Urin oder Blut nach, um eine Schwangerschaft zu bestätigen. Wenn eine Linie blass oder unklar wirkt, erklärt unser Leitfaden zu Verdunstungslinien vs. schwache positive Linien, wie du den Unterschied erkennst.
Q
- Embryoqualität
- Wie gesund und weit entwickelt ein Embryo ist, visuell beurteilt im IVF-Labor.
- Familiengründung für queere Personen
- Fruchtbarkeitsunterstützung und Wege zur Elternschaft für queere Personen und Paare.
R
- Reproduktionsmediziner:in
- Eine Ärztin oder ein Arzt mit Spezialisierung auf Fruchtbarkeit und Hormongesundheit.
- Retentionskäppchen
- Ein weiches Döschen, das Spermien nach der Insemination nah am Muttermund hält.
- Empfänger:in
- Die Person, die Spenderspermien, Spender-Eizellen oder einen Embryo empfängt.
- Round (Zyklus-Durchgang)
- Ein vollständiger IVF-Zyklus, von der Stimulation bis zum Embryotransfer.
S
- Sekundäre Unfruchtbarkeit
- Schwierigkeiten, erneut schwanger zu werden, nachdem bereits ein Kind da ist.
- Auffangbecher
- Ein steriler Behälter zum Auffangen einer Spermaprobe.
- Spermienmotilität
- Ein Maß dafür, wie gut sich Spermien bewegen, angegeben im Spermiogramm.
- Spermienaufbereitung (Sperm Washing)
- Ein Laborverfahren, das Spermien für IUI oder IVF aufbereitet, indem gesunde, bewegliche Spermien vom übrigen Ejakulat getrennt werden.
- LH-Anstieg (Surge)
- Ein rascher LH-Anstieg, der signalisiert, dass der Eisprung nahe ist.
- Symptothermale Methode
- Ein kombinierter Ansatz aus Basaltemperatur- und Zervixschleim-Beobachtung, um fruchtbare Tage zu bestimmen.
T
- Getimte Insemination
- Die Insemination gezielt auf dein fruchtbares Fenster rund um den Eisprung abstimmen.
- Triggerspritze
- Eine Spritze, die den Eisprung auslöst und präzise vor IUI oder IVF terminiert wird.
- Zwei Wochen Wartezeit (TWW)
- Die Wartezeit zwischen Eisprung oder Insemination und dem Schwangerschaftstest – in der deutschen Kinderwunsch-Community auch als „Hibbeln" bekannt. Emotional ist das oft der schwerste Teil eines Zyklus. Unser Leitfaden zu Symptomen während der zwei Wochen Wartezeit erklärt, was in deinem Körper währenddessen wirklich passiert.
- Testosteron
- Ein Hormon, das in allen Körpern vorkommt und für die reproduktive Funktion beider Partner wichtig ist.
U
- Gebärmutter (Uterus)
- Die Gebärmutter, in der sich eine Schwangerschaft entwickelt.
- Ultraschall
- Eine Untersuchung, mit der Follikel, Eizellen oder eine frühe Schwangerschaft verfolgt werden.
V
- Vaginale Insemination
- Das Einbringen von Spermien in die Vagina mithilfe einer Spritze oder eines Inseminationssets.
- Lebensfähigkeit (Viability)
- Ob eine Schwangerschaft voraussichtlich fortbesteht und zu einer Lebendgeburt führt.
- Viskosität
- Die Konsistenz oder Zähflüssigkeit des Zervixschleims, die sich über deinen Zyklus verändert.
W
- Aufbereitungsprotokoll (Wash Protocol)
- Eine Labortechnik zur Aufbereitung von Spermien vor einer IUI.
- Implantationsfenster
- Das kurze Zeitfenster, in dem die Gebärmutter am empfänglichsten für einen Embryo ist.
X
- X-Chromosom
- Ein Geschlechtschromosom, das sowohl in Spermien als auch in Eizellen vorkommt. In Kombination mit einem weiteren X entsteht ein weiblicher Embryo.
Y
- Y-Chromosom
- Ein Geschlechtschromosom, das nur in Spermien vorkommt. In Kombination mit einem X entsteht ein männlicher Embryo.
Z
- Zygote
- Die einzelne Zelle, die in dem Moment entsteht, in dem ein Spermium eine Eizelle befruchtet – der eigentliche Beginn neuen Lebens.
Weiterlernen mit Maia Baby
Fruchtbarkeitsbegriffe können überwältigend wirken, aber du bist auf diesem Weg nicht allein. Wenn dich noch interessiert, was nach der Insemination normal ist, wann du testen solltest oder wie du das Timing richtig hinbekommst, haben wir einfühlsame, wissenschaftlich fundierte Leitfäden, die dich Schritt für Schritt begleiten.
FAQ: Fruchtbarkeitsbegriffe erklärt
Was bedeutet TTC?
TTC steht für „trying to conceive" (Englisch für „versuchen, schwanger zu werden"). Es ist die gängige Abkürzung der Community in Foren, Apps und sozialen Medien für alle, die aktiv auf eine Schwangerschaft hinarbeiten – ob durch getimten Sex, Heiminsemination oder klinische Behandlung. Im deutschsprachigen Raum ist der gebräuchlichste Oberbegriff dafür „Kinderwunsch".
Was ist der Unterschied zwischen IUI und IVF?
Bei der IUI (intrauterine Insemination) werden aufbereitete Spermien rund um den Eisprung direkt in die Gebärmutter eingebracht – die Befruchtung findet weiterhin im Körper statt. Bei der IVF (In-vitro-Fertilisation) werden Eizellen im Labor mit Spermien befruchtet, der entstandene Embryo wird anschließend in die Gebärmutter übertragen. IVF umfasst mehr Schritte, mehr Kontrolluntersuchungen und höhere Kosten, ist aber pro Zyklus bei vielen Ursachen von Unfruchtbarkeit meist wirksamer.
Was bedeutet BFP bei einem Schwangerschaftstest?
BFP steht für „big fat positive" – TTC-Slang für ein positives Testergebnis. Das Gegenstück BFN steht für „big fat negative". Beide sind informelle Begriffe der Community, keine klinischen.
Was ist AMH und warum ist es für die Fruchtbarkeit wichtig?
AMH (Anti-Müller-Hormon) ist ein Bluttest, der abschätzt, wie viele Eizellen du noch hast – deine Eizellreserve. Er kann zu jedem Zeitpunkt deines Zyklus durchgeführt werden und gehört oft zu den ersten Tests bei einer Fruchtbarkeitsabklärung, sagt allerdings nichts über die Qualität der Eizellen aus, sondern nur über ihre Anzahl.
Wie lange dauert die zwei Wochen Wartezeit wirklich?
Trotz des Namens sind es meist 10 bis 14 Tage: die Zeit zwischen Eisprung (oder Insemination) und dem Zeitpunkt, an dem ein Schwangerschaftstest hCG zuverlässig nachweisen kann. Wer früher testet, riskiert ein falsch-negatives Ergebnis, da hCG erst Zeit braucht, um ein nachweisbares Niveau zu erreichen.
Was ist der Unterschied zwischen einer biochemischen Schwangerschaft und einer Fehlgeburt?
Eine biochemische Schwangerschaft ist ein sehr früher Verlust, kurz nach der Einnistung, oft bevor er im Ultraschall sichtbar wäre und manchmal noch bevor die Periode ausbleibt. Eine Fehlgeburt bezeichnet im weiteren Sinne jeden Schwangerschaftsverlust vor der 20. Woche. Beides sind echte Verluste, und beide sind leider häufig.
Weiterlesen: Mehr Leitfäden rund um Kinderwunsch
Suchst du nach mehr wissenschaftlich fundierter Unterstützung auf deinem Weg zum Wunschkind? Diese Leitfäden gehen tiefer auf verwandte Fragen ein:
- 9 natürliche Wege, die Fruchtbarkeit zu steigern
- Stress und Kinderwunsch: Wie du deine TTC-Reise besser bewältigst
- Ernährung bei Kinderwunsch: Der ultimative Leitfaden zur Fruchtbarkeits-Ernährung
- Kinderwunsch: Was uns am Anfang wirklich geholfen hat
- Warum werde ich nicht schwanger? Was ich früher gerne gewusst hätte
Du schaffst das – und wir sind bei jedem Schritt an deiner Seite.